Vor knapp drei Jahren startete ich mein bislang größtes Smarthome-Eigenbauprojekt um verschiedene Geräte, die alle im Umfeld meiner Garage angesiedelt sind, zu steuern und zu überwachen.
Zwischenzeitlich läuft alles wie gewünscht und daher ist die Zeit gekommen kurz darüber zu berichten (die Lang-Version erspare ich euch
).
Ausgangssituation:
- die Garagentore (zwei) können nur über je einen Wandtaster bedient werden
- die Zisternenpumpe muss manuell über einen Schalter aktiviert werden - umständlich wenn man im Garten steht, das Ausschalten wird oft vergessen
- Zisternenfüllstand: unbekannt
- Taupunktlüftung auf Arduino-Basis vorhanden (Config + Logging via SD-Karte)
Ziel:
Funktion:
Anstelle der bestehenden Taupunktlüftung soll ein ESP32 basiertes System treten, welches neben der Lüftersteuerung auch die Garagentore mit Reedschaltern überwacht, die Tore triggern kann, den Füllstand der Zisterne trackt, die Pumpe über das Handy schaltbar macht (aber nur wenn auch Wasser in der Zisterne ist und kein Frost herrscht), die Pumpe nach einer einstellbaren Zeit wieder abschaltet und wenn noch ein paar IOs frei sind, soll gleich noch die Bodenfeuchtigkeit und -temperatur überwacht werden. Die Konfiguration soll wie bisher von einer SD-Karte kommen.
Steuerung und Zustandsüberwachung:
Lokal am Gerät per Taster und Display, per WebInterface und per homee.
Materialauswahl (nur das Wichtigste):
- 2x BME208 Modul für Lufttemperatur und Feuchte
- 2x DS18B20 für Wasser- und Bodentemperatur
- 1x TL-136 Füllstandssensor im Differenzdruckverfahren
- 6x Relaismodul (2x Pumpe, 2x Lüfter, 2x für Garagentoröffner
- 3x Bodenfeuchtesensormodul
- 1x SD-Kartenlesemodul
- zur Offlinebedienung: LCD-Display, LEDs, Taster, Schalter
- 1x ESP32 Entwicklungsboard
Ich habe nicht drei Jahre lang ununterbrochen an dem Projekt gearbeitet. Es ruhte auch viele Monate und setzte Staub an. In einer dieser Ruhephasen integrierte ich die 433MHz Fenstersensoren in homee:
Dabei lernte ich die Konfiguration via WebInterface zu schätzen und dass 433MHz-Signale nicht immer störungsfrei aus meiner Garage bis zum Empfänger gelangen. Denn natürlich bekamen auch die Garagentore je einen EV1527 Sensor.
Ich entschied mich daher den SD-Kartenleser wieder auszulöten und stattdessen ein Erweiterungsboard mit einem Arduino-Nano zu designen. Er sollte wie im vorgenannten Projekt die EV1527-Sensoren überwachen können aber aufgrund der räumlichen Nähe deutlich zuverlässiger. Die Systemkonfiguration kam zu dem Zeitpunkt ohnehin schon via Webinterface auf das interne Filesystem des ESP.
Überraschenderweise hat die Erweiterung problemlos funktioniert und nebenbei kann ich jetzt über eine kleine Fernbedienung die Zisternenpumpe vom Garten aus aktivieren wenn ich mein Handy nicht einstecken habe.
Hier die drei wichtigsten Screenshots der Homee-Anbindung
Zisterne:
Taupunktlüftung:
Garagentorsteuerung:


