Wecker und Smarthome

Wie soll ich anfangen - Ich hatte mir mal Just for fun ein kleines OLED-Display besorgt, 1,3" mit ein paar Bedientasten als HAT für nen Raspberry. 10,63€ ist ja jetzt nicht so teuer, dazu noch nen Pi Zero mit nem 5V-Netzteil für ~20€, ne Micro-SD hatte ich noch rum liegen und schon konnte es los gehen. Nur was will ich überhaupt damit anstellen?! Also hatte ich einfach mal angefangen einen Wecker zu basteln. Erst einmal hatte es etwas gedauert, bis ich dem Display etwas entlockt hatte. Nachdem ich die Beschreibung verstanden hatte war es aber recht leicht. Am Ende musste ich nur die Bibliotheken installieren und das Beispielprogramm verstehen, das läuft über Python - da hatte ich noch gar nix vorher mit gemacht.
Die Umsetzung sieht jetzt so aus:
Die eigentliche Logik habe ich über Node Red realisiert. Von da gehen die Daten via MQTT lokal an das Python-Script für die Anzeige. Mit den Tasten steuere ich die Funktionen „Weckzeit einstellen“, „Wecker Ein/Aus“ und Display hell/dunkel.
Jetzt nur noch die Audioausgabe. Einfach ein HDMI/VGA-Adapter mit 3,5 mm Klinke zum Anschluss von Kopfhörern bzw. kleinen Lautsprechern. Die Ausgabe aus Node Red erfolgt über den omxPlayer-Node. Dieser kann beliebige Audiodateien, z.B. mp3, abspielen. Und schon hatte ich das Teil am Laufen.
Sieht aktuell so aus:

Das macht jetzt natürlich das Ganze noch nicht smart. Also muss ich das jetzt noch mit meinem homee koppeln. Zuerst habe ich den Wecker, erneut via MQTT, in iobroker eingebunden. Da konnte ich schon mal die Weckzeit und Wecker Ein/Aus von meinem Dashboard aus Steuern (bidirektional).
Wecker2
Hier einige Möglichkeiten der Steuerung wie ich das realisiert habe. Da sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.
Als letztes die Information „Weckzeit erreicht“ via virtuellem hih im homee verfügbar gemacht und schon kann ich damit alles mögliche veranstalten. Aktuell steuere ich damit den Modus „Schlafend“, ab Herbst kommt noch die Steuerung der Heizungsthermostate dazu und mal sehen was mir sonst noch so einfällt.
Da der homee leider keine freien Variablen zur Verfügung stellt, kann ich die Steuerung nur über virtuelle Schalter schicken.
Zum Schluss muss ich nur noch ein schickes Gehäuse basteln und schon ist der Wecker fertig. Da bekomme ich Anfang August eine gedruckte Front für das Display mit den Tasten. Auf jeden Fall kommt da auch noch ne 5V-USV mit herein, dann läuft der Wecker auch bei Stromausfall.
Wenn jemand Fragen hat - nur zu…

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Ein tolles Projekt. :+1:

Der Wecker zeigt wunderschön, was man mittlerweile mit wenig Aufwand erreichen kann. Der MQTT Server wird einmal eingerichtet und steht danach allen folgenden Projekten zum Datenaustausch zur Verfügung. Hier ist es ein Pi Zero. Noch zu teuer? Eine NodeMCU v3 gibt es für 5€ bei Ebay, damit hat man Anschluss ans WLAN. Spannungsversorgung per Micro-USB Kabel. Früher hat man sich mit LCD Displays, Potis und mechanischen Schaltern rumgeärgert - heute sind es nur ein paar Mausklicks um ein kleines Dashboard zu erstellen. Keine Lust auf ioBroker oder NodeRed? Dann eben Kommunikation per Webhook direkt mit homee. Und richtig toll wird es erst, wenn man die kleinen Projekte miteinander vernetzt.

Und wie schon Aristoteles in weiser homee-Voraussicht gesagt hat:
„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“

Danke für die Ergänzungen. Absolut richtig, so macht das richtig Spaß. Ich habe mich halt auf die Raspberrys „eingeschossen“. da wuseln inzwischen vier Stück im Hintergrund rum. Auf einem PI4 läuft iobroker, ein zweiter PI4 als NAS, ein PI-Zero mit e-Paper-Display zur Anzeige von diversen Werten (z.B. aktuelles Wetter, Solaranlage, etc.) und der vierte Pi-Zero als Wecker. Das wird wohl dann auch nicht der letzte gewesen sein. Irgendwas lustiges fällt mir bestimmt noch ein! :wink:

Das mit dem Display hat ja @Micha verursacht. Vielleicht könnt Ihr Euch an das Projekt erinnern, wo die Leistungsdaten vom homee auf so einem kleinen OLED-Display dargestellt sind. Da war ich dann direkt angefixt.

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Ich kann mich erinnern.:grinning:

Genau, die NodeMCUs sehe ich auch nur als Low-Cost Ergänzung für meine RPis. Mein NodeRed ist vor ein paar Tagen auf einen RPi 4 umgezogen - der frei gewordene 3B+ wird sicher nicht lange in der Schublade liegen. :wink:

Ganz sicher. Und mit der Präsentation solcher Projekte kommen sicherlich noch mehr Leute hier auf „lustige“ Ideen! :+1:

Schönes Projekt :+1:

… und genau diese machen eine gute Community aus. Danke für deinen Beitrag.

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Nochmal ein Update. Endlich habe ich auch ein Gehäuse dafür. Das Ganze habe ich bei ELV.de gefunden. Noch ein 5V-Netzteil dazu, auf der Rückseite habe ich noch zwei USB-Buchsen zur Stromversorgung aller möglichen Geräte, da das Netzteil reichlich Reserven hat. Erstmal hängt da ein Broadlink RM3 mini dran. Bisschen durcheinander mit den Kabeln auch wird das Gehäuse keinen Designpreis gewinnen, aber die Funktion ist entscheidend. Die Displayblende ist ein 3D-Druck, ebenso die Tasten. Die Daten dafür sind von Hersteller des Displays.

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