Virtuelle Dimmer

Hallo zusammen,

ich möchte eine Idee zur Diskussion stellen.

Ausgangspunkt: Ich habe in mehreren Räumen jeweils mehrere Lampen, teils Z-Wave (in der Regel die Deckenlichter), teils Zigbee (eher kleine Akzentlichter).

Im Rahmen der Überlegungen von virtuellen Devices, fände ich folgendes Feature spannend:

Lampen in einer Gruppe (Raum) werden zu einer virtuellen dimmbaren Lampe für den ganzen Raum. Es ist konfigurierbar, bei welchem virtuellen Dimmwert welche Lampe an ist, ggf. sogar zu welchem Dimmwert sie an ist. Man kann eine Kennlinie definieren, indem man zu virtuellem Dimmwert X jeweils die Zielzustände der beteiligten Lampen der Gruppe speichert. Zwischen den definierten Punkten könnte interpoliert werden.

Vorteil wäre, dass man mit Sprachassistenten, Funkdimmer o.ä. die Beleuchtung in einem Raum mit einem einfachen Dimmwert vollständig über alle sinnvollen Werte/Zustände regeln könnte, ohne sich über Szenen/Homeegrammen o.ä. behelfen zu müssen.

Erläuterung anhand zweier Beispiele:

Beispiel 1 mit ausschließlich Schaltern, Kennlinie:

10%, nur die Lampe auf der Kommode geht an

20%, zusätzlich die bunte Lampe auf dem Schrank

30%, auch noch die Lampe auf dem Sideboard

100%, die vorherigen Lampen sind alle aus, aber dafür die hellen Deckenlampen an.

Interpolation/Mapping des virtuellen Dimmwerts auf die Kennlinie:

Wenn der als virtueller Dimmwert der Mittelwert zwischen 2 definierten Punkten überschritten wird, wird der Zustand der nächsthöheren Stufe angenommen.

Also: 0-5%: aus, 6-15% wie 10%, 16-25% wie 20%, 26-65% wie 30%, 65-100% wie 100 %.

Beispiel 2 mit Dimmern (D) und Schaltern (S), Kennlinie:

10%, Lampe auf Kommode an (S)

20%, Lampe auf Kommode (S) und Schrank (S) an

30%, Lampe auf Kommode (S), Schank (S) und Sideboard (S) an

50%, vorherige Lampen (S) an, Deckenlampe (D) auf 10%

74%, vorherige Lampen an, Deckenlampe auf 50%

75%, vorherige Lampen aus, Deckenlampe auf 60%

100%, vorherige aus, Deckenlampe auf 100%

Die Interpolation wäre bis zu einem virtuellen Dimmwert (VD) von 30% identisch zum ersten Beispiel. Zwischen 31% und 50% könnte aber die Deckenlampe langsam hochdimmen bis 10%. Und weiter bis VD 74%, wo die Deckenlampe 50% erreicht. Bei VD 75% gehen die kleinen Lampen aus, zum Ausgleich springt die Deckenlampe auf 60%. Und danach geht es straight forward weiter mit nur noch der Deckenlampe bis VD 100% = Deckenlampe 100%.

Ich bin gespannt auf eure Meinungen dazu.

VG

Holger

Aber… das alles einstellen… ist doch die selbe Arbeit wie ein (mehrere) HG(s) zu schreiben und diese HGs per Alexa und Co. abzuspielen?

Und warum sollte bei 30% eine Lampe noch aus sein? Oder bei >95% wieder ausgehen?

Entweder verstehe ich dich nicht, oder man kann schon alles mit den vorhandenen Mitteln (und intuitiver) machen? :slight_smile:

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Die Idee ist, dass mehrere Lampen unterschiedlich helle Lampen in einem Raum ein Gesamtbild für den Raum ergeben, und in der Regel nicht alle möglichen Schaltkombinationen aus diesen Lampen sinnvoll sind.

Natürlich kann man das irgendwie über Homeegramme lösen, aber dann ist es eben nicht mehr so einfach zu bedienen wie ein Dimmer („Mach ein bisschen heller“), sondern man muss sich die Namen aller involvierten Homeegramme merken. Ich persönlich finde das überhaupt nicht intuitiv. Es ist halt da, man kommt ans Ziel.

Ein Kompromiss wäre vielleicht noch, einfach einen virtuellen Dimmer zu haben, dessen Wert als Trigger für eine Menge an Homeegrammen genutzt wird. Das wäre eine Teillösung zu meiner Idee (eigentlich nur anwendbar auf Beispiel 1) mit weitgehend vorhandenen Mitteln.

Vielleicht waren meine Beispiele etwas komplex.

Mein Vorschlag soll durch das Einrichten einer (einfachen oder komplizierten) Kennlinie Homee in die Lage versetzen, die unterschiedlich intensiven Lichtquellen in einem Raum in ein sinnvolles Verhältnis zu setzen.

Hätte man einen günstig platzierten Helligkeitssensor, könnte man das womöglich sogar selbstlernend gestalten, aber ich wollte die Kirche erstmal im Dorf lassen :wink:.

Edit: noch auf Homeegramme als Ansatz eingegangen

Aber mit dem Befehl (Machs ein bisschen heller → nur 1% mehr) wird’s hier doch nicht mehr heller:

OK, du willst also unterschiedlich helle Lampen auf dieselbe Helligkeit bringen (Lampe a ist bei 50% 200lm hell, Lampe b ist bei 30% schon 200lm hell) und diese dann gleichmässig heller/dunkler machen (bei dem Beispiel: Lampe a müsste z.B. auf 80% für 350lm gesetzt werden (+30%), Lampe b ist bereits bei 38% (+8%) schon auf 350lm).

Jetzt müsste ich für 4 Lampen also erstmal 4 Kennlinien „programmieren“, damit die Lampen irgendwie gleich hell sind. Kann ich doch mit dem gleichen Aufwand 8 HGs schreiben: „fast nichts“ „ganz wenig“ „etwas“ „etwas mehr“ „mittel“ „ziemlich hell“ „hell“ „maximal“

Nope. Du kannst auch per immer gleichen Sprachbefehl durchswitchen. Ist jetzt etwas Aufwand (HGs de/aktivieren sich der Reihe nach, die aber alle mit einem HG abgespielt werden (also nur das aktive, dass sich dann selber deaktiviert und ein weiters in der Reihe aktiviert). Aber geht. Und bei Alexa machst du eine Routine, die genau dieses eine Master HG startet. Dann könntest du sagen „Alexa, mach das Zimmer etwas dunkler“ und es wird dunkler. Mit demselben Befehl wird es noch dunkler usw.

Ich will deine Idee nicht runterreden, die hat schon was, ich wollte nur zeigen, dass man es schon jetzt umsetzen kann.

Doch. In meinem Beispiel sind die ganzen „kleinen Lampen“ alle so dunkel, dass hier ein 10%-Sprung auf dem hellen Deckenlicht genügt, damit es im Gesamteindruck immer noch heller wird. Da das natürlich keine Interpolation ahnen kann, ist dafür in meiner Kennlinie dieser Sprung eingebaut. Man könnte es auch anders sagen: ab einem Dimmwert der Deckenlampe von etwa 50% fallen die ganzen kleinen Lampen nicht mehr ins Gewicht und können aus.

Jein. Das wäre mit meinem Vorschlag aber gleichermaßen umsetzbar. Ich möchte aber an sich nicht unterschiedlich helle Lampen auf eine gemeinsame Helligkeit bringen, das geht mit meinen Beispielen mit den geschalteten (nicht gedimmten) Lampen auch gar nicht. Und ich möchte nicht für jede Lampe eine Kennlinie definieren.

Ich möchte Homee für den ganzen Raum pauschal sagen können: „Wenn ich nur ein bisschen Licht haben will, dann nimm dafür die 2-3 Funzel-Lampen auf den Kommoden, die an irgendwelchen Schaltsteckdosen hängen. Und wenn es heller sein soll, muss irgendwann das Deckenlicht dazu kommen.“ Oder auch komplexer, je nach dem wieviele Lampen man in dem jeweiligen Raum hat und steuern kann. Und wenn dimmbare Lampen dabei sind, und man für jeden Punkt auf der Kennlinie auch individuelle Dimmwerte angeben kann, dann kann man natürlich auch unterschiedlich helle Lampen auf gleiche Helligkeit „kalibrieren“, wenn man das für sinnvoll hält.

Ich habe versucht, das Ganze so zu denken dass man das entlang der 0-100% eines virtuellen Dimmers für das einen Raum abbilden kann, bei welchem virtuellen Dimmwert dieses Dimmers welche einzelnen Lampen nach dem eigenen Empfinden sinnvoll zu- oder abgeschaltet oder gar gedimmt sein sollten.

Wenn man das korrekt einrichtet (a.k.a. es wird auch wirklich monoton heller mit steigendem Dimmwert), hätte Homee wie gesagt ein einfaches „Verständnis“ für die Beleuchtungsverhältnisse in einem Raum und wer weiß, was sich daraus noch für weitere Use Cases denken lassen…

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