Community

Smarte Lebend-Mausefalle

Das erste war ein nächtliches Knusper-Geräusch, dann ein Tippeln, dann ein Kratzen. Schnell war klar: Mäuse haben es sich auf meinem Dachboden bequem gemacht. Da ich die kleinen Nager aber nicht gleich alle umbringen möchte und auch nicht zwei bis drei mal am Tag auf den Dachboden klettern möchte um die Falle zu kontrollieren, habe ich mich auf die Suche nach einer smarten, möglichst in homee integrierbaren, Lebend-Mausefalle gemacht und… keine gefunden - also gar keine. Es gibt zwar einige smarte Fallen, aber die töten die Tiere alle.
Also habe ich mir selber eine gebaut:
Komponenten:

Mittlerweile hab ich drei Mäuse gefangen und in über 2km Entfernung im Wald ausgesetzt. Durch die wiederverwendbaren Kabelbinder kann man den Sensor für die Reinigung mit heißem Wasser und Desinfektionsmittel leicht abnehmen, denn so niedlich sie auch aussehen, die Tiere können Krankheiten übertragen. Der Magnet ist auf die Klappe geklebt. Als Köder funktioniert Nutella hervorragend. Essen können es die Mäuse allerdings nicht, es ist in der Falle hinter einem Gitter. Für das Öffnen der Falle sollte man Handschuhe tragen. Die Seite mit dem Köder kann man öffnen, man braucht allerdings einen kleinen Schraubenzieher zum Hebeln.

Catch-Counter: IIII


14 Like

Müssten das nicht Rattenfallen sein?
:wink:

Schönes Projekt, danke fürs Teilen :+1:

Unser Stubentiger ist Freigänger mit Katzenklappe. Wenn der in der Dämmerung von Draußen reinkommt und das Gemäutze etwas merkwürdig klingt, weil “Mund voll”, sollte ich schnell wach werden, da er uns sein Geschenke immer vor oder im Bett präsentiert. Wenn das Geschenk dann noch "teillebendig ist und sich in die Bettritze oder hinter den Schrank verflüchtigt, hat man richtig Spaß. Dann hilft nur noch Falle aufstellen und hoffen, dass die Maus nicht hinter dem Schrank verendet. :wink:

4 Like

Das stimmt! Mit dem Mythos Käse kommt man überhaupt nicht weit, aber Schokolade und Co. wirken Wunder… :wink:

Ich finde die Idee toll. Aber meinen Respekt hast Du für Deinen Einsatz die Tiere nicht zu töten, und dann Dir noch die Mühe machst, die Mäuse zum Wald fährst und dort aussetzt. Kenne leider einige Leute, die nicht zimperlich mit den kleinen süßen Nagern umgehen würden. LG. Arno

2 Like

Zugegeben, wenn man den dritten Morgen in Folge, vor der Arbeit auf den Dachboden muss, dann ins Auto, Maus im Wald aussetzen, dann zurück, Falle säubern, neu aufstellen und erst dann los zur Arbeit kann, denkt man sich schon: Wofür eigentlich?! Es gibt tausende davon und es sind nunmal Schädlinge.
Aber es muss einfach nicht sein. Außerdem freut sich mein kleiner Sohn, eine Maus mal von ganz Nahem zu sehen und mal ehrlich, die Alternative, Mäusestücke von einer Falle zu kratzen, ist auch nicht besonders erstrebenswert.
Wir wohnen ländlich, da ist das mit dem Aussetzen kein Problem. Aber die Entfernung sollte man schon einhalten sonst kann es sein, dass man den ein oder anderen kleinen Kollegen wieder trifft.
Von der Verwendung von Gift kann ich nur abraten. Eine verwesendes Tier irgendwo in einer Wand oder Zwischenboden kann ein ganzes Stockwerk für mehrere Wochen unbewohnbar machen, ich hab das mal erlebt.

3 Like

Hahaha, da fällt mir die Geschichte eines Kollegen ein. Dessen Katze hat ne halbe, noch lebendige Maus mit heimgebracht, die hat sich dann unter das Bett geschleppt, und dabei ihre Innereien auf dem Weg dorthin verloren. :nauseated_face::face_vomiting:

Schon geil!
Manche haben schon zu viel Zeit oder sind von ihrer Arbeit nicht ausgelastet.:stuck_out_tongue_winking_eye::stuck_out_tongue_winking_eye:.

Das eckeligste war ein totes Fretchen. Die stinken abscheulich.