Heizpläne

Hallo zusammen,

ich habe mir für jedes Zimmer einen Heizplan geschrieben. Das sind 6 Pläne.
Jeder dieser 6 Pläne existiert für die Zeit, wenn ich arbeiten gehe und einmal für die Zeit, wenn ich zu Hause bin (z.B. Urlaub, ohne zu verreisen). Das wären dann 12 Pläne.

Jetzt habe ich festgestellt, das ich eigentlich jeden dieser Pläne für Sommer Herbst, Winter und Frühling brauche. Also insgesamt 48 Pläne.

Kann ich das auch irgendwie einfacher machen? Hat da jemand eine Idee?

Du kannst im Plan Abwesenheit/Urlaub als Ausnahme deklarieren und eine Grundtemperatur einstellen. Warum benötigst du für die unterschiedlichen Jahreszeiten andere Pläne? Es reicht doch, Wohlfühltemperatur und Eco…

Vielleicht bin ich da wieder zu pingelig.
Meine Heizung pumpt ständig, also auch bei diesen warmen Temperaturen, Wasser durch die Leitung (Einrohrsystem). Deswegen gehört die Heizung zu einem der größten Energiefressern in meiner Strombilanz. Den Hauptteil des Stromverbrauchs macht die Umwälzpumpe aus. Das sind im Jahr ca. 400 kWh

Durch die Heizkurve liegt die Vorlauftemperatur bei ca. 35 °C. Es wird also auch jetzt im Prinzip ständig nachgeheizt. Auch im Sommer.

Das finde ich unnötig. Ich möchte die Pumpe und das Nachheizen abstellen, wenn eine bestimmte Temperatur überschritten ist. Deswegen dachte ich da an die Jahreszeiten.

Ich habe jetzt schon 12 Heizpläne. Selbst wenn ich das jetzt von der Temperatur abhängig mache (oberhalb einer Grenztemperatur Heizen, unterhalb nicht) Müsst ich ja die Heizpläne nochmal verdoppeln. Aus 12 werden dann 24 Heizpläne.

Ganz einfach von O bis O die Heizung ausstellen. :wink: Oder ist das Warmwasser daran gekoppelt?

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lach, so haben wir das früher gemacht.
Aber in Zeiten des Luxus und des SmartHomes will man das ja alles irgendwie automatisieren.

Und jetzt kommt, mitten im Sommer, ein Unwetter mit einem Temperatursturz und es wird bitterkalt. Heizung ist aus und ich muss frieren. Ein SmartHome würde merken, das es mir kalt ist und würde freundlicherweise die Heizung anstellen.

Gedankenübertragung gibt es leider noch nicht. Also muss das programmiert werden.

Sowas stellt man doch normalerweise an der Heizung selbst ein?!

Sobald die Temperatur draußen über eine selbst definierte Temperatur steigt, hört die Heizung auf zu Heizen (Warmwasser läuft weiter). Wenn die Temperatur sinkt, dann fängt sie entsprechend der Heizkurve wieder an.

Außerdem schaltet die Heizung doch den Brenner und die Umwälzpumpe nach einer bestimmten Zeit ab, wenn die Rücklauftemperatur eine bestimmte Differenz zur Vorlauftemperatur unterschreitet.

Ich würde auch mal behaupten, dass sich hier ne neue Umwälzpumpe lohnen würde. Ich kenne deine Rahmenbedingungen nicht, aber die neuen Umwälzpumpen kommen so auf 18 Watt. Selbst wenn die 24h / 365 Tage durchlaufen würde, käme die auf 160 kwH

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So kenne ich es auch und bin mit Pumpen überfragt. Daher meinte ich ja, eine Wohlfühltemperatur und eine Ecotemperatur oder zwei unterschiedliche wurden aus meiner Sicht reichen. Dazu ein HG, um vielleicht einmal die Woche das Wasser in der Heizung zu bewegen, wenn man denn mal kurz heizen will. Spart aber sicher ne Menge Strom.

Das ist rein prinzipiell richtig.
Aber, wie soll die arme Heizung denn merken, das ein Heizkörper Wärmebedarf anmeldet?
Das geht nur indem sie ständig Wasser durch die Rohre pumpt mit einer bestimmten Temperatur, die dann, bei Wärmebedarf, abfällt. Das ist dann das Signal zum Heizen. Aber genau diese ständige Pumperei will ich nicht mehr haben.

Ich dachte, das Heizthermostat sagt das der Heizung wenn die Temperatur abfällt. Dann springt es an und los gehts. So funktioniert es zumindest bei mir in der Wohnung, aber ich hab halt Fernwärme.

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@Abelabs Deine Berechnungen sind korrekt. Ich habe mich halt an dem Energieverbrauch gehalten, der mir auf dem Display angezeigt wird.
Aber, ich muss gestehen, da passt noch irgendetwas nicht zusammen. Deswegen werde ich mir da noch eine Messstelle einrichten.

Meine Heizung ist neu, gerade mal 4 Jahre alt.

Das heißt, deine Heizung heizt auch bei 35 Grad Außentemperatur, weil dir könnte ja kalt werden? :stuck_out_tongue:

Meine schaltet bei > 20 Grad Außentemperatur ab. Darunter fängt sie langsam mit der entsprechenden Heizkurve an. Die Heizung an sich ist ja schon (richtig eingestellt) recht smart.

Ich bspw. nutze keine Raumthermostate. Die Heizung heizt nur soviel, wie sie muss. Den Rest regelt die Durchflussmenge an der Heizung im Raum. Zugegeben, dass ist ein langer Weg, aber der effizienteste.

@souly75 Du hast natürlich recht. Das habe ich ganz vergessen. Die ganze Angelegenheit ist schon etwas komplexer.

Was passiert denn, wenn der Heizkörper im Wohnzimmer auf die Wunschtemperatur aufgeheizt hat und dem Thermostaten im Wohnzimmer signalisiert das man nicht heizen muss.

Im Arbeitszimmer habe ich aber vergessen, das Fenster zu schließen und es ist bitterkalt dort. Jetzt mach ich das Fenster zu und es bleibt dort kalt, weil im Wohnzimmer ist es ja muggelig warm.

Aber wir schweifen etwas vom Thema ab.

Was du brauchst is ne KI… :wink:
Aber das ist doch, was Smarthome aus macht. 80~90% der Eventualitäten automatisieren ohne Notwendigkeit eines Eingriffes. Der Rest muss dann doch manuell gemacht werden. Ich mache das mit der Warmwasserbereitung auch ähnlich. Habe zwei Solltemperaturen, eine von 6-15 Uhr und eine von 15-20 Uhr. Die erste ist vom Prinzip nur dafür gut, dass wenn tagst über die Solaranlage das Wasser aufheizen kann das nicht zu verschenken, bloß weil man Abends warm duschen will. Wenn dann die Sonne doch nicht scheint, übernimmt das ab 15 Uhr die Heizung. Im Sommer schalte ich normalerweise meine Heizung komplett auf Nachtabsenkung. Dann läuft auch die Pumpe nicht und der Brenner springt nicht an. Bisher hatten wir auch noch keine Notwendigkeit die Heizung zwischendurch einzuschalten.

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Moin,
ich habe auch smarte Thermostate und habe einen verbalen Einlauf von meinem Heizungsonkel bekommen. Alles schön und gut sagt er, aber eigentlich völlig überflüssig vorallem weil im Keller eine nagelneue Buderus GBI steht.
Durch unsere Hunde ( einer schon recht alt ) stehen diverse Türen schon mal recht lange auf bzw werden ziemlich spontan aufgerissen. Und schwups sind die dazu gehörigen Thermostate aus. Schon cool, da ich nicht warten muss bis der Thermostat merkt das die Tür auf ist.
Nun ist es so das Bevor die Heizung in die Nachtabsenkung geht es schon mal zu Schwierigkeiten kommt wenn zuviel Thermostate zu sind.
Die fein Justierung läuft noch. Ich schalte die Pläne jetzt über Homeegramme.

Normalerweise haben die Heizungen ein Automatikprogramm und schalten ab einer gewissen Temperatur ab. Damit ist dann auch die Umwälzpumpe aus. Kann es sein, dass du nicht auf Automatik stehst oder die Sommerheizgrenze (bei mir 16 Grad) zu hoch ist?