eNet Würfel oder IP-Integration für den neuen Standard von Jung & Gira

Name des Produktes:
eNet (verfügbar ab 31.08.2017).
Integration des neuen Standards mit vielen Produkten (Sensoren, Autoren) von Jung & Gira, z.B. über einen eigenen Würfel oder via IP (analog Homematic). Jung & Gira haben einiges an Marktmacht (z.B. bei Elektroinstallateuren) und pushen diese Lösung schon sehr aktiv in den Markt.

Hersteller:
Jung / Gira über deren Tochter Insta mit Startpartnern wie Steiner und tado.

Technologie:
(proprietärer?) bidirektionaler Funkstandard auf der Frequenz 868.3 MHz inkl. IP-Integration (Homeserver & Cloudserver).

Preis:
Verschiedene Komponenten (Server, Sensoren, Aktoren) - bei Wiederverkäufern wie Elektro-Wandelt (https://www.elektro-wandelt.de/Schaltermaterial/Jung-Schaltermaterial/eNet-Funk-Bussystem/) liegen z.B. die UP-Aktoren so um die 90 Euro (Liste: 125 Euro), der Server so um die 700 Euro - das sind sicherlich nicht die günstigsten Preise am Markt :wink: Allerdings zählt hier nicht der Preis, sondern die Möglichkeit die Dinge von einem normalen Elektroinstallateur installiert zu bekommen (siehe unten) und diese Lösungen dann mit Z-Wave oder ZigBee (via homee) zu integrieren.

Funktionen:
diverse Sensoren & Aktoren (hauptsächlich Unterputz oder DIN-Rail), Sender (Wand & Hand), Sensoren (Solar & Energie), Aufsätze (Standards von Jung & Gira), Zwischenstecker (schaltbare Gateway & Repeater), IP-Gateway - und sicherlich bald noch mehr.

Links zum Produktuniversum:

Weitere Infos:
Der grosse Marktstart ist für den 31.08.2017 angekündigt. Bei der geballten Marketingpower von Jung & Gira (die ja beide gerade bei Elektroinstallateuren hoch im Kurs stehen) und dem Marketingansatz (Vermarktung über ebendiese Installateure) ist zu erwarten, dass hier kurz- bis mittelfristig ein neuer proprietärer (noch ist mir unklar ob wirklich proprietär oder doch ein normaler) Standard in Deutschland entsteht, der Chancen für die Integration mit den anderen Standards (Z-Wave, ZigBee) des homee-Universums ergibt.

Es dürfte deutlich leichter sein einen Elektroinstallateur dazu zu bekommen Up-Aktoren/Rail-Aktoren von Jung/Gira zu installieren als Dinge wie Fibaros oder Qubinos (weil sie Angst davor haben und das ganze nicht verstehen). Jung & Gira drücken das sehr offensiv in den Markt, selbst mein lokaler Elektriker kannte das schon und sagte er wolle da mal seinen Gesellen schulen lassen, das könnte Potential haben, wenn Jung das so pusht und sogar eLearning-Schulungen anbietet… So wie ich gesehen habe könnte der Server sogar beim Elektriker selbst installiert sein und er “remote” Dienstleistungen anbieten.

Bilder:
Details siehe bei den Links oben, nachfolgend einige Produkte von Jung.

Relay

Jalousiensteuerung für den Sicherungskastens (es gibt alle Aktoren auch als DIN-Rail-Aktoren, bzw. sogar einen Plastikeinsatz um diese einfach nachträglich in den DIN-Rail zu montieren

Handsender (inkl. Ladeschale) - es gibt auch einfachere

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Generell Gute Idee, allerdings denke ich das es Homee für den Moment genügend Funk Protokolle abdeckt und damit auch noch genug Arbeit verbunden ist. Denn es fehlen immer noch eine Masse an Geräten die offizell unterstützt werden könnten.

Just my 2 cents

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E-net, was soll ich sagen… Nochmal ein Funkstandard der keiner will oder braucht!
Warum die Hersteller in dieser Zeit immer noch probieren ihr eigenes geschlossenes System zu pushen ist mir ein Rätsel.

Bluetooth le
Zigbee
Z-wave
Wifi
433mhz
Enocean / Dolphin
Homematic

Und jetzt noch E-net, die lernen es auch nie :nauseated_face:

Sorry ein wenig off topic musste aber raus.

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sehe ich prinzpiell auch so, nur der standard hat marktmacht dahinter - wäre eher eine strategische sache fuer homee

Was für eine Marktmacht???
Nur weil die beiden Firmen durchaus bekannt sind und zur Zeit viel Werbung betreiben, haben sie noch lange nicht die Macht einen Standard im Markt zu etablieren. Dies versucht somfy auf vergleichbare Weise auch bereits seit Jahren…
Ausserdem bezweifel ich, daß der “durchschnittliche” Elektroinstallateur sich mit dem Thema SmartHome mittelfristig auseinander setzt.
Ich habe zu 100% mit Fachhändlern bei der täglichen Arbeit zu tun und hier geht die Akzeptanz und die Lernbereitschaft für neuen Dinge von “super, muß ich mir mal ansehen”, bis “wer braucht den sowas”.
Ich persönlich galube nicht, daß ein geschlossener Standard die Zukunft im Bereich SmartHome ist, sonst hätte ich kein Homee, der alles miteinander verbindet.
Nur meine persönliche Meinung…

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Noch mal: Geschlossene Stamdards sind böse - da sind wir uns einig. :grin:

Marktmacht:'Die werden zumindest die Installateure mit an Bord bekommen, die etwas über den Tellerrand hinausschauen. Jede verkaufte Installation ist am Ende des Tages eine zu viel (und motivierte Elektriker können verkaufen, wenn Sie denn wollen oder aber vom Kunden genötigt werden Ihr zu Hause Smart zu machen, was im Moment immer mehr geschieht). Was verkaufen Sie? Das was sie (glauben zu) verstehen, das was die besten Margen verspricht, die Lösung desjenigen, dem sie ohnehin schon vertrauen. Was kauft der Durchschnittskunde? Das,was ihm von seinem “Experten” empfohlen wird.

Jede verkaufte Installation könnte aber auch eine Chance für homee sein (wenn Jung / Gira die homees überhaupt mitspielen lassen wollen). Denn irgendwann werden die Kunden dieser Installationen aufwachen und merken: Hey, ich habe ja gar keinen offenen Standard und kann all die tollen Dinge ja gar nicht connecten. Welche Alternative und welchen Migrationspfad haben sie dann? Ich sag nur Homematic…

Solche Dinge sind strategisch - homee wird als “einfaches” Integrationsdevice positioniert. Da sind wir scheinbar beieinander, denn ansonsten würdest Du dir selbst widersprechen :stuck_out_tongue:

Aber ehrlich gesagt: Ich glaube ohnehin, dass Jung/Gira da (zumindest im Moment) keine anderen mitspielen lassen wollen, die Dinge tun, welche sie (noch) ihrem eigenen “Kompetenzbereich” oder “strategisch” verorten. Dass die das strategisch sehen, sollte jedem klar sein: Da sind garantiert achtstellige Beträge hineinversenkt worden, Bosch macht das mit dem https://www.bosch-smarthome.com/de/de/home gerade auch (wenigstens profitiert codeatelier daran - die haben mindestens zwei Entwickler an Bosch verliehen, jeder kann raten woran die Jungs dort mitgearbeitet haben) - die setzen aber wohl auf Standards (sieht bei Bosch nach ZigBee aus, ein offener Stamdard ist auch bei Jung/Gira aufgrund der Frequenzen nicht komplett auszuschließen) aber sprechen eine andere Zielgruppe an: Direkt den Kunden - die Teile findest Du schon bei Hornbach und Konsorten.

Wenn die homees das auch strategisch sehen, dann werden sie wenigstens mal anrufen oder sich die Sache näher ansehen, wenn nicht oder wenn da kein Interesse bei Jung/Gira da ist, dann geht die Welt nicht unter. Und einfach mal zur Klarstellung: Ich würde mir sowas nie kaufen/einbauen lassen - aber die eigentliche Zielgruppe von homee evtl. schon.

Ich hab hier noch 13 Fibaros Relays in der Pipeline, die ich mit einem Elektriker-Kumpel, der bis vor kurzem noch digitalstrom-Jünger war, verbauen werde.

Es geht hier nicht um gut oder böse - nur um Chancen für homee sich am Markt zu positionieren.

Einen eNet Würfel hätte ich auch gerne.

Ich habe gerade gesehen, dass Tado der eNet-Allianz angehört.
https://www.enet-smarthome.com/de/loesungen/heizungssteuerung/

Damit hat Tado wohl doch eine nicht öffentliche API die sie an Unternehmen weitergeben. Homee sollte mit eNet Smarthome mal Kontakt aufnehmen. Mittlerweile sind dort auch noch Steinel dabei. Die Allianz ist also am Wachsen.

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Moin moin,

ich wollte das Thema hier nochmal aufleben lassen, da ich überlege von Homee zu Enet zu wechseln (Schande über mein Haupt, aber noch ist nicht aller Tage Abend ;-)) . Wir bauen nun ein EFH neu und ich sehe Homee gerade bei der Sache Dashboard und co. viel zu schlecht aufgestellt. Ich bin seit mehr als 4 Jahren zwar sehr zufrieden mit der Stabilität des Systems in unserer Mietwohnung (die Probleme die andere berichte hatten wir nie), jedoch sehe ich das größte Problem in der Visualisierung. Natürlich könnte ich mit ioBroker anfangen, aber das ist dann wieder eine neue Baustelle ohne Support und ich muss viel Zeit in ein Projekt mit unbekanntem Ausgang investieren. Von der habe ich aktuell nicht so viel und am Ende brauche ich ein stabiles und flexibles System. KNX wäre für mich auch noch eine Alternative, natürlich auch komplex, jedoch am Ende auch flexibel und wahrscheinlich immer noch nachhaltig. Enet sehe ich in Sachen Einrichtung und vernünftiger Dashboard Oberfläche deutlich vor Homee und da mehrere Partner (Gira, Jung,…) dabei sind, sehe ich auch hier eine gewisse Langlebigkeit.

Ich wäre auf eure Meinung gespannt.
VG

Wenn Du bereit bist, für Dein Dashboard jeden Monat zu bezahlen und auf das Dashboard zu verzichten, wenn das Internet mal streikt, dann bist Du dort richtig. Dafür musst Du Dir um Updates des eigentlichen Systems keine Gedanken machen, da es Dir über die Cloud zur Verfügung gestellt wird.

Warum sollte auf dem eigenen enet server das Dashboard monatlich Geld kosten? Das habe ich noch nicht ganz verstanden.

Solange Du im eNet Universum bleibst, ist alles gut. Wenn Du aber die Partnergeräte steuern willst (tado Heizungssteuerung usw.) muss Du Dich bei Conrad Connect anmelden, weil dies die Cloudbasis ist, die diverse Lösungen zusammenführt.